Im Jahr 1907, also vor mehr als 100 Jahren fanden sich - noch zu Lebzeiten von Henry Dunant - auch in Untergrombach Menschen zusammen, um unter dem Zeichen des Roten Kreuzes eine Hilfsgemeinschaft zu gründen. Dokumentiert ist der 01. November 1907 als Gründungstag des Roten Kreuzes in Untergrombach.
Die Obrigkeit in Baden -namentlich auch in der Person des Großherzogs von Baden - hatte bereits frühzeitig ein offenes Ohr für das Ansinnen des Schweizers Henry Dunant, Hilfsorganisationen zu gründen. Der Großherzog war der erste Fürst, der die Teilnahme badischer Vertreter an der 1. Genfer Konferenz genehmigte. Dennoch gebührt das Erstgeburtsrecht einer Rotkreuz-Gesellschaft auf deutschem Boden den Württembergern in Stuttgart im November 1863.
44 Jahre länger hat es gedauert, bis sich in Untergrombach eine Gruppe zusammengefunden hat, um die humanitäre Idee umzusetzen. Als Gründungsmitglieder sind dokumentiert: August Jäckel, Markus Lauber, Franz Reichenbacher, Raimund Stelzer, August Wachter, Julius Wachter und Michael Müller. Erster Kolonnenführer ist Hauptlehrer Jäger.
Über die Entwicklung des jungen Vereins fehlen fast alle Unterlagen. Nachgewiesen ist der Betrieb eines Lazaretts während des 1. Weltkrieges in St. Elisabeth und Tätigkeiten von örtlichen Rotkreuzschwestern während des 2. Weltkrieges. Nach den Wirren des 2.Weltkrieges wird im November 1948 wieder ein DRK Ortsverein und eine Sanitätskolonne aufgestellt. Die Wiedergründung datiert auf den 16.01.1949. Erster Nachkriegsvorstand ist Alfons Frank. Kolonnenführer sind in dieser Zeit Erich Rauchfuß und Georg Eberle, für die Frauen Monika Zipperle und Lina Kneis.